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Bürger des Kreises unterstützen bei Unterbringung von Asylbewerbern

Veröffentlicht am 04.11.2013, 12:44 Uhr     Druckversion

In der Sitzung des Sozial-und Bildungsausschusses des Kreises in der vergangenen Woche stand die Entwicklung der stets ansteigenden Asylbewerber auf der Tagesordnung.

Bis zum 30.09.2013 sind 2646 Asylsuchende in Schleswig-Holstein aufgenommen worden. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 bedeutet das einen Anstieg um rund 84%, hieß es in einer Vorlage aus dem Innenministerium, Tendenz steigend

„ Ich habe mich bereits in der Ausschusssitzung dahingehend geäußert, dass ich diese Entwicklung für dramatisch halte“, teilte Gitta Neemann-Güntner, sozialpolitische Sprecherin der SPD- Kreistags Fraktion mit. „ Wir brauchen dringend einen Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik, um den Menschen in ihrer persönlichen Not zu helfen. Dabei ist es unerheblich, warum diese Menschen zu uns kommen. Niemand verlässt ohne Grund sein Heimatland und riskiert dabei sein Leben. Besonders viele Familien mit Kindern sind dabei. Gerade hier gilt es, umgehend anzusetzen, damit die Sprache gelernt wird und diese Menschen in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt integriert werden. Denn die meisten wollen arbeiten, dürfen es nur nicht. Für Kinder ist Deutsch für den Schulbesuch unerlässlich, das Programm „Deutsch als Zweitsprache“ muss weitergeführt werden, zur Zeit sind die Klassen an den Standorten überbelegt.

„ Umso mehr freue ich mich, dass sich durch die Berichterstattung in den Lübecker Nachrichten zu diesem Thema bereits einige Institutionen gemeldet haben, um Wohnraum anzubieten. Das ist schnelle, humanitäre Hilfe, die diese Menschen im Moment brauchen. Auf einer Veranstaltung am Wochenende konnte ich außerdem vom Innenminister erfahren, dass zwei weitere Großraumprojekte in unserem Landkreis zurzeit leer stehen und als Unterbringungsmöglichkeit dienen könnten. Das kann natürlich nur eine Zwischenlösung sein, denn Einzelunterkünfte sind besser geeignet, diese Menschen in unserer Gesellschaft zu integrieren und nicht auszugrenzen. Darüber hinaus denkt das Land über einen Sonderfond nach, um notwendige Instandsetzungsarbeiten für Wohnraum zu ermöglichen.

Das sind kleine, wichtige Schritte vorort, um dem aktuellen Problem Abhilfe zu schaffen, strukturell muss allerdings sehr viel mehr im Bereich Asylpolitik und Entwicklungshilfe passieren, da erhoffe ich Unterstützung und Initiative der jeweiligen Landtags-, Bundestags- und Europaabgeordneten.

Gitta Neemann-Güntner


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