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20 Jahre M├Âlln: Gedenken als Mahnung f├╝r das Morgen

Veröffentlicht am 22.11.2012, 17:05 Uhr     Druckversion

In dieser Woche j├Ąhrt sich der Brandanschlag von M├Âlln zum 20. Mal. Drei Menschen, die zehn- und vierzehnj├Ąhrigen M├Ądchen Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz sowie ihre 51-j├Ąhrige Gro├čmutter Bahide Arslan starben, nur weil sie nicht in das rassistische Weltbild der T├Ąter passten.
Die Vorsitzenden der AG Migration und Vielfalt in Schleswig-Holstein, Christopher Schmidt, und Berlin, Aziz Bozkurt, erkl├Ąren hierzu:

┬ä20 Jahre sind seit den Pogromen 1993 vergangen und wir fragen uns, was hat sich seitdem getan. Was haben wir in Deutschland dazugelernt? Die Bilanz ist ern├╝chternd. Die Debatten um Integration zeigen immer wieder aufs neue die unglaubliche Weite des rassistischen N├Ąhrbodens in unserer Gesellschaft.

Studien belegen immer wieder aufs Neue, dass dies kein Problem der Generation, kein Problem der Herkunft, kein Problem des Geschlechts und kein Problem des sozialen Status ist. Es ist insbesondere auch kein Problem allein des Ostens. Vor 20 Jahren haben sich nicht nur Orte wie Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen in unser Ged├Ąchtnis eingebrannt, sondern eben auch Orte wie M├Âlln und Solingen. Das Problem ist unser gemeinsames. Und es ist un├╝bersehbar gro├č.

Wir gedenken diese Woche allen Opfern der rassistischen Taten und hoffen, dass das Gedenken mehr noch zur Mahnung f├╝r das Morgen wird. Wir rufen alle auf, an diesem Freitag am Gedenken in M├Âlln teilzunehmen.┬ô

Homepage: SPD Herzogtum Lauenburg

 
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