Sozial. Gerecht. vor Ort. SPD-Büchen

SPD-Kreistagsfraktion: Aus für Krümmel - trotzdem nicht zur Tagesordnung übergeh

Veröffentlicht am 06.06.2011, 10:17 Uhr     Druckversion

„Das jetzt von der Bundesregierung bekannt gegebene Aus für den Pannenmeiler Krümmel ist eine gute Nachricht für den Kreis Herzogtum Lauenburg und seine Bürgerinnen und Bürger. Es ist bedauerlich, dass es erst eines so tragischen Ereignisses wie in Fokushima bedurfte, um CDU, CSU und FDP zur Vernunft zu bringen.“ So kommentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende der SPD im Lauenburgischen Kreistag, Gunar Schlage, die jetzt bekannt gewordenen Plänen der Bundesregierung.
„Ich habe die Kreistagsinitiativen von Bündnisgrünen und SPD nicht gezählt, wo sich der Lauenburgische Kreistag für ein dauerhaftes Abschalten des Pannenreaktors eingesetzt hat und immer an der atomfreundlichen Mehrheit von CDU und FDP gescheitert ist. Erst die Ereignisse in Japan haben die Politik zur Vernunft gebracht. Ich erwarte, das politisch nicht zum jetzigen oder ab zu einem späteren Zeitpunkt mit irgendwelchen Tricks gearbeitet wird und die jetzige Entscheidung in Frage gestellt wird.“

Nach Ansicht der Sozialdemokraten im Kreistag ist unabhängig von der aktuellen Beschlusslage trotzdem die aktuelle Katastrophenschutzplanung bei einem Vorfall im Pannenreaktor zu hinterfragen.

Gunar Schlage: „Auch wenn Krümmel nicht mehr ans Netz geht, offene Fragen gibt es noch reichlich. Diese müssen noch vom Lauenburgischen Kreistag aufgearbeitet werden. Hierzu werden wir eine Initiativen ergreifen. Zunächst wollen wir das Thema in einer Aktuellen Stunde des Kreistages behandeln. Im Herbst soll es eine Anhörung hierzu geben.“

„Selbstverständlich muss es jetzt darum gehen, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kernkraftwerkes Perspektiven zu erarbeiten. Hier ist Vattenfall in der Pflicht. Sinnvoll ist sicherlich, wenn sich alle Beteiligten hier zeitnah an einen Tisch setzen, um Alternativen zu erarbeiten. Ich wünsche, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft hierfür zeitnah ein Arbeitsplatz-Akquisekonzept entwickelt, auch wenn der Rückbau noch Jahre dauern wird.“

Gunar Schlage unterstützt die Aussage des Kreispräsidenten Meinhard Füllner, wenn dieser feststellt, dass Krümmel eine riesige Verantwortung für den Kreis gerade im Zusammenhang mit dem Katastrophenschutz ist. Gerade deshalb darf das Thema jetzt nicht von heute auf morgen ad acta gelegt werden.

Homepage: SPD Herzogtum Lauenburg

 
SPD
für uns im Bundestag

Facebook