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Wo bleibt die Logik, Herr Hamerich?

Veröffentlicht am 31.01.2013, 14:17 Uhr     Druckversion

Zu den Pressemitteilungen des CDU-Abgeordneten Hamerich zur Bäderregelung (gestern und heute) erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Eichstädt:

Wenn Herrn Hamerichs Argument schl√ľssig w√§re, dass durch die neue B√§derregelung Arbeitspl√§tze wegfielen, m√ľsste es ja im Umkehrschluss nach Einf√ľhrung der B√§derregelung vor zehn Jahren einen signifikanten Anstieg von Arbeitsverh√§ltnissen in den Tourismus-Orten gegeben haben. Davon ist mir nichts bekannt.
Auch das zweite Argument gegen die neue B√§derregelung ist eher ein Bumerang: Wenn der derzeitige Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Tourismusregionen saisonal bedingt ist, dann zeigt das doch, dass in den Wintermonaten die derzeitige B√§derregelung mit der M√∂glichkeit der Sonntags√∂ffnung eben nicht den ihr immer zugeschriebenen wirtschaftlichen Effekt hat. In vielen Tourismus-Orten bleiben trotz B√§derregelung im Winter die Gesch√§fte geschlossen ¬Ė nur etwa 20 Ferienorte nutzen die M√∂glichkeiten voll aus.

Deshalb ist es richtig, dass f√ľr den ausgehandelten Kompromiss eine Einschr√§nkung der Sonntags√∂ffnung f√ľr die umsatz√§rmsten Wochen von Anfang Januar bis Mitte M√§rz gew√§hlt wurde. Und wenn Herr Hamerich behauptet, ¬Ąan Wochenenden¬ď w√ľrden Gesch√§fte geschlossen bleiben, dann irrt er: An Samstagen k√∂nnen alle Gesch√§fte bis 24 Uhr offen bleiben!

Vergleicht man unsere neue B√§derregelung mit der in Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern, wird deutlich, dass Schleswig-Holstein auch k√ľnftig die liberalste L√∂sung hat. Dies wurde dadurch erreicht, dass wir eine gerichtliche Entscheidung abgewendet und mit allen Beteiligten einen Kompromiss gefunden haben. Wenn man jedoch unbedingt in der neuen Regelung, mit der au√üer Herrn Hamerich alle Beteiligten von Kirchen √ľber Kammern bis zu Gewerkschaften zufrieden sind, das Haar in der Suppe finden will, dann leidet eben die Logik...

Homepage: SPD Herzogtum Lauenburg

 
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