Sozial. Gerecht. vor Ort. SPD-Büchen

B├╝chen Wetter

Links
Kontakt

Links
QR-Code
Peter Eichst├Ądt zur Bildungspolitik

Veröffentlicht am 11.04.2012, 17:51 Uhr     Druckversion

Die Vorstellungen zur Schullandschaft im Land Schleswig-Holstein und im Kreis Herzogtum Lauenburg, die die CDU gegen├╝ber der Presse vorgestellt hat, sind r├╝ckw├Ąrtsgewandt und nicht geeignet, den jungen Menschen faire Chancen in einer Schullandschaft der Zukunft zu bieten.
Sie sind zudem unglaubw├╝rdig, weil die CDU Ver├Ąnderungen fordert, die sie in den letzten drei Jahren Regierung mit der FDP h├Ątte umsetzen k├Ânnen. Stattdessen hat sie sich von der FDP am bildungspolitischen Nasenring herumf├╝hren lassen und zugelassen, dass ein schulpolitisches Chaos angerichtet wurde.

Die Kritik an den Konzepten der SPD erfolgt ohne Wissen der tats├Ąchlichen Zusammenh├Ąnge.

Dazu der Landtagsabgeordnete der SPD, Peter Eichst├Ądt:

Die Pl├Ąne der SPD f├╝r eine Schullandschaft sind klar definiert, nachvollziehbar und f├╝r jeden nachlesbar.

Unser Ziel: Jedes Kind muss unabh├Ąngig von seiner Herkunft gleiche Chancen f├╝r die pers├Ânliche Entfaltung und die beruflichen Lebensperspektiven haben.

Das Recht auf gute Bildung f├╝r alle wird nur durch ein Bildungssystem erf├╝llt, in dem die individuelle F├Ârderung das Leitprinzip ist. Das wird auch f├╝r die Schulen in unserem Kreis gelten.

F├╝r den Sekundarbereich wollen wir das Angebot auf zwei gleichwertige und vergleichbar ausgestattete Schularten konzentrieren: Gemeinschaftsschulen und Gymnasien.

Wir setzen uns f├╝r ein m├Âglichst fl├Ąchendeckendes Angebot an G9-Bildungsg├Ąngen an Gemeinschaftsschulen neben dem Abitur nach acht Jahren an Gymnasien ein.

Selbstverst├Ąndlich wird jede Gemeinschaftsschule, die bereits eine Oberstufe hat, diese behalten.

Aber es werden auch im Kreis Herzogtum Lauenburg neue Oberstufen hinzukommen. Wenn die Tr├Ąger der Gemeinschaftsschulen in Sandesneben, Berkenthin, B├╝chen oder Lauenburg Antr├Ąge stellen und die Voraussetzungen stimmen, setze ich mich daf├╝r ein, an m├Âglichst vielen die Oberstufen einzurichten.

Der Denkfehler der CDU besteht darin, dass sie die Zahl der zuk├╝nftigen Abiturienten an den bisherigen Zahlen, minus der demografischen Verluste rechnen. Wir wollen aber, dass zuk├╝nftig mehr Kinder den Weg bis zum Abitur gehen k├Ânnen. Und dabei ist eben die angebotene Zahl der Oberstufen von gro├čer Bedeutung. Das zeigt ein Vergleich zwischen den Kreisen Stormarn und dem Kreis Herzogtum Lauenburg: Stormarn: 16 gymnasiale Oberstufen, 34,8 % der Sch├╝ler erreichen das Abitur. Der Kreis Herzogtum Lauenburg: 7 gymnasiale Oberstufen, und nur 18,6 % der Sch├╝ler erreichen das Abitur (Quelle: Bildungsbericht 2009). Diese Zahlen sprechen f├╝r sich.

Das berufliche Gymnasium in M├Âlln muss sich um seine Existenz keine Sorgenmachen, seine Leistungen sind anerkannt und bedeuten auch zuk├╝nftig neben den Gemeinschaftsschulen und den Gymnasien den dritten Weg zum Abitur.

Kein Gymnasium im Kreis Herzogtum Lauenburg ist in seinem Bestand gef├Ąhrdet. Die Gymnasien werden k├╝nftig das Abitur nach acht Jahren (G8) anbieten, wie es die Mehrheit der Gymnasien in Deutschland und alle in den norddeutschen L├Ąndern tun. G8 muss aber verbessert werden, durch eine Reduzierung der Gesamtstundentafel. Das h├Ątte die CDU in den letzten drei Jahren lange in Angriff nehmen k├Ânnen. Hier ist viel Zeit verloren worden, den Sch├╝lern und Eltern Sicherheit bei der Schulwahl zu geben.

Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, k├Ânnen Sch├╝ler an Gymnasien unserem Kreis genauso wie ├╝berall in Norddeutschland das Abitur nach 12 Jahren erlangen. Sie sind nicht weniger klug als anderswo.
Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler in bestehenden G9-Bildungsg├Ąngen an Gymnasien werden dort ihre schulische Ausbildung zu wie geplant Ende f├╝hren k├Ânnen.

Beunruhigend ist aus der Sicht von Eichst├Ądt, dass die landespolitischen Vorstellungen der CDU zur Schullandschaft ausgerechnet vom CDU-Kreispr├Ąsidenten vorgestellt wurden.

Das l├Ąsst nichts Gutes erahnen f├╝r die zuk├╝nftige Diskussion im der Schullandschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg. Denn alle Antr├Ąge auf Genehmigung einer gymnasialen Oberstufe an Gemeinschaftsschulen m├╝ssen in denSchulentwicklungsplan des Kreises aufgenommen werden und damit eine Mehrheit im Kreistag finden. Ich warne davor, dass die CDU hier mit ihrer CDU/FDP-Mehrheit den Hebel f├╝r Beibehaltung der r├╝ckw├Ąrtsgewandten Schulpolitik ansetzt."

Ich fordere sie auf, die Antr├Ąge von Schultr├Ągern ideologiefrei zu pr├╝fen und jedem Standort eine faire Chance zu geben.

Homepage: SPD Herzogtum Lauenburg

 
SPD
f├╝r uns im Bundestag

Facebook

f├╝r uns im Landtag