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OK-Berichterstattung: Wettstreit der Fairness statt Verbot!

Veröffentlicht am 21.03.2012, 13:46 Uhr     Druckversion

Zum offenen Brief des Bundesverbandes Freier Radios (BFR) zur Berichterstattung im Offenen Kanal ├╝ber eine Demonstration in L├╝beck am 31. M├Ąrz erkl├Ąrt der medienpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Peter Eichst├Ądt:

Grundlage der Arbeit des Offenen Kanals ist das OK-Gesetz.
Dort ist klar geregelt, dass ┬äzugangsberechtigt zur Teilnahme am Offenen Kanal ist, wer in Schleswig-Holstein, der Freien und Hansestadt Hamburg oder in der Region Syddanmark seine Wohnung oder seinen Sitz hat┬ô. Das Gesetz verlangt zudem ┬äeinen chancengleichen Zugang┬ô. Das hei├čt: Niemand kann ausgeschlossen werden ┬ľ egal, f├╝r welchen Arbeitgeber sie beruflich t├Ątig sind, auch wenn das einigen nicht passt! Eine Zensur findet nicht statt, und das ist auch gut so.

Die Beitr├Ąge werden in der Reihenfolge des Eingangs der vollst├Ąndigen Sendeanmeldung vergeben. Im Falle der Berichterstattung ├╝ber die Demonstration am 31. M├Ąrz in L├╝beck gab es zwei Anmeldungen. Dass es sich bei der einen Gruppe um Polizeibeamten handelt, die in ihrer Freizeit im OK berichten wollen, verst├Â├čt nicht gegen das Gesetz!

Deshalb durfte diesen die Nutzung des OK auch nicht versagt werden. Der Leiter des OK hat jedoch beide Gruppen zu einem Gespr├Ąch eingeladen. Diese haben sich geeinigt, im st├╝ndlichen Wechsel von der Aktion zu berichten. Dies wird der Breite des B├╝ndnisses gegen Rechts in L├╝beck gerecht. Jede Gruppe ist jedoch frei in der Ausgestaltung ihrer Berichterstattung. So ist das mit freier Presse! Kritisiert werden darf gerne hinterher.

Nach meinen Informationen werden bei der einen Gruppe nicht nur Polizisten zu Wort kommen, auch an der Moderation sind andere beteiligt. Es sollen Stellungnahmen verschiedenster Teilnehmer an der Demo eingespielt werden. Ob dies eine „der GdP genehme Berichterstattung“ wird, wie der BFR behauptet, muss danach bewertet werden.

Ich rate deshalb zu verbaler Abr├╝stung und mehr Gelassenheit. Die Regelung, die f├╝r die wechselnde Berichterstattung gefunden wurde, verspricht jedenfalls eine breit angelegte Berichterstattung, einen Wettstreit der Fairness. Dagegen ist nichts einzuwenden.

Homepage: SPD Herzogtum Lauenburg

 
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