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Reparaturbetrieb Schule?

Veröffentlicht am 08.03.2012, 17:43 Uhr     Druckversion

„Ziel von Bildung muss es sein, Kinder zu verantwortungsbewussten Menschen zu erziehen und sie dafür zum bestmöglichen Schulabschluss zu führen und dabei umfassend individuell zu fördern“, stellte der SPD-Bildungspolitiker und Landtagsabgeordnete Martin Habersaat am Dienstag in Breitenfelde fest. Dabei gehe es zunächst noch überhaupt nicht um Systemfragen. „Dieses Ziel darf aber bei allen Debatten nie aus den Augen verloren werden“, so Habersaat weiter.
Der SPD-Kreisvorsitzende Peter Eichstädte freute sich über die gute Resonanz: Über 60 Gäste, vornehmlich Eltern, Lehrer und Schulleiter, waren am vergangenen Dienstag der Einladung zu einer bildungspolitischen Diskussion gefolgt. Auf dem Podium diskutierten neben Eichstädt und Habersaat die stellvertretende Kreiselternbeiratsvorsitzende, Ute Joachim, Ferdinand Schütt, Berufsschullehrer und Kreisvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, sowie Dr. Volker Schmidt, Schulleiter der Gemeinschaftsschule Mölln.

Schmidt bat darum, in der Bildungspolitik keine Parteipolitik zu betreiben. „Behalten Sie die Kinder im Blick!“, mahnte er. Probleme sieht er insbesondere in der Organisation von Vertretungsstunden. „Jeden Morgen kommen über 1000 Schüler in meine Schule und müssen sinnvoll beschäftigt werden. Das ist nicht wie in einer Behörde, wo ich sagen könnte: Heute habe ich Schnupfen, ich mache mal ein paar Akten weniger“, erläuterte Schmidt.

Aus dem Publikum wurde noch das Thema Schülerbeförderungskosten angesprochen. Diese seien gerade bei Familien mit mehreren Kindern viel zu hoch. Peter Eichstädt erklärte dazu: „Diese Problematik ist uns bewusst. Eingebrockt hat sie Ihnen jedoch die CDU.“ Das Thema steht auch noch einmal auf der Tagesordnung der Kreistagssitzung am 15. März. „Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen. Wir als SPD fordern, dass Eltern für das erste Kind 20 Prozent der Kosten übernehmen müssen und ab dem zweiten Kind nichts“, so Eichstädt weiter. Martin Habersaat machte aber auch deutlich, dass das Thema Schülerbeförderungskosten auf Landesebene angesichts der Haushaltslage nicht die oberste Priorität habe: „Die drei Punkte, die uns im Bereich Bildung am wichtigsten sind, sind der Ausbau der Kinderbetreuung, der Ausbau von Offenen Ganztagsschulangeboten und die Beibehaltung der Hälfte der Lehrerstellen, die theoretisch aufgrund des demografischen Wandels entbehrlich wären.“ Aus dem Publikum heraus zeigte man sich zufrieden mit der Offenheit und Klarheit der Antworten, die Habersaat auf die vielen Fragen der Gäste hatte.

Habersaat machte deutlich: „Investitionen in Bildung bringen uns morgen bares Geld durch höhere Steuereinnahmen und niedrigere Sozialausgaben.“

Homepage: SPD Herzogtum Lauenburg

 
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