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Schulsozialarbeit - Beschluss des Kreistages nur drittbeste Lösung

Veröffentlicht am 05.07.2011, 11:21 Uhr     Druckversion

„Letztendlich haben wir den Beschluss zur Schulsozialarbeit im Kreis mitgetragen, damit der
langen Forderung der SPD-Kreistagsfraktion, dass sich der Kreis endlich bei diesem Thema engagiert, Rechnung getragen wird“. So kommentiert die bildungspolitische Sprecherin der
SPD-Kreistagsfraktion Gitta Neemann-Guenter die letzte Kreistagssitzung.
Gunar Schlage, Vorsitzender der Fraktion ergänzt: „Aber - und dies muss deutlich gesagt werden. Es handelt sich nur um die drittbeste Lösung. Aus unserer Sicht ist es ein Unding, Geld, welches der Gesetzgeber für konkrete Schulsozialarbeit vor Ort zur Verfügung gestellt hat, zu einem großen Teil auf CDU- und Verwaltungsinitiative ersteinmal für die Einrichtung einer „Koordinierungsstelle“ bei der Verwaltung selbst auszugeben. Das Geld fehlt dann
für die Arbeit vor Ort. Seit langer Zeit hat uns die Verwaltung erzählt, sie ist bei Planung und
Koordinierung „am Ball“ - jetzt nimmt man für Verwaltungstätigkeiten „einen Schluck
aus der Berliner Zuschusspulle“ und entlastet durch Nichtbesetzung einer ähnlichen Stelle
den eigenen Haushalt“.
Die Kreistagsmehrheit aus CDU und FDP hat noch nicht einmal die Kraft gehabt, auf den SPD-Vorschlag einer hälftigen Finanzierung einzugehen, also die Mittelzurverfügungstellung durch Berlin nicht dazu zu nutzen, selbst Personalkosten zu sparen. Schlage: „Das hat ein Geschmäckle und ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders. Dieses Geld war für die Arbeit vor Ort gedacht und schwächt die Schulträger im Kreis, die sich zum Teil selbst seit langer Zeit bei der Schulsozialarbeit engagieren“

Gitta Neemann-Guentner: „Geld für die Verwaltung und nicht für die Arbeit vor Ort. Das war sicherlich anders gedacht. Bedenklich ist aber auch, wenn CDU- und FDP-Abgeordnete
im Kreistag diese Vorgehensweise vor Ort kritisieren - sich im Kreistag dazu aber nicht melden“.

Neemann-Guentner und Schlage abschließend: „Irgendwie können wir gar nicht glauben, dass eine solche Selbstbedienung des Kreises zulässig ist. Wir werden über unsere Abgeordneten in Berlin und Kiel diese Vorgehensweise überprüfen lassen. Eventuell ist das Ergebnis ja eine klare Vorgabe, die Mittel tatsächlich für Sozialarbeit einzusetzen und nicht zur Entlastung des Kreishaushaltes und zur drittfinanzierten Stellenerhöhung“.

Homepage: SPD Herzogtum Lauenburg

 
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