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SPD-Kreistagsfraktion: Brackmann richtet Fahne nach dem Wind

Veröffentlicht am 06.04.2011, 17:45 Uhr     Druckversion

Verwundert nahm die SPD-Kreistagsfraktion Herzogtum Lauenburg den Meinungswechsel des Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann zur Kenntnis. Brackmann, der ebenfalls Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion ist, sei neuerdings der Meinung, Vattenfall dürfe das AKW Krümmel nicht mehr anfahren lassen.
In der Vergangenheit hatten CDU und FDP jeglichen Resolutionsentwurf im Kreistag abgelehnt und stark bekämpft. David Welsch, Kreistagsabgeordneter der SPD, stellt hierzu fest: „ Das Thema Krümmel stand schon oft auf der Tagesordnung des Kreistags. CDU und FDP haben jeglichen Antrag, der die Stilllegung Krümmels forderte, stets abgelehnt und dabei immer die Sicherheit des Reaktors gepriesen. Ich habe da noch einige Zwischenrufe von Herrn Brackmann im Ohr.“

„Die CDU spürt, dass Atomenergie in der Bevölkerung jeglichen Rückhalt verloren hat und versucht jetzt von ihrer bisherigen Politik abzulenken.“, so Monika Brieger, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion und Vorsitzende des Kreissozialausschusses. „An der angeblichen Sicherheit von Krümmel hat auch die Situation in Japan nichts verändert. Pannenreaktor bleibt Pannenreaktor. Die Ausgangslage ist die gleiche. Mit der Verlängerung der Atomlaufzeiten wurden die Interessen der Atomwirtschaft bedient und sollen auch nach dem Moratorium bedient werden. Die neugefundene Besorgnis von Herrn Brackmann ist nur Kalkül um die Bevölkerung zu beruhigen. Aber die Menschen im Kreis sind klüger als er glaubt und durchschauen das.“, so Welsch.

Die SPD hat immer vor den Gefahren in Krümmel gewarnt und wird das auch in Zukunft tun. „Unsere Haltung war und ist, dass Krümmel nicht mehr ans Netz darf. Wenn Herr Brackmann es wirklich ernst meint, können er und seine Fraktion auf der Kreistagssitzung im Juni Taten sprechen lassen.“, so Brieger abschließend.

Homepage: SPD Herzogtum Lauenburg

 
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